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Schwingstärke-Bewertung (ISO 20816-3)

Geben Sie die am Lagergehäuse gemessene Schwinggeschwindigkeit ein und sehen Sie, in welcher Zone (A, B, C, D) sie liegt und was das bedeutet. Wählen Sie Maschinengruppe und Fundamentart und passen Sie die Grenzen bei Bedarf an.

Kostenloses Werkzeug · Vorausschauende Wartung
Kriterium

Geltungsbereich: Industriemaschinen über 15 kW, 120–30 000 min⁻¹, breitbandige Schwinggeschwindigkeit (RMS) 10–1000 Hz am Lagergehäuse.

Wählen Sie nach Leistung oder Achshöhe.
Fundament (Stützsystem)

Das Stützsystem gilt als starr, wenn die niedrigste Eigenfrequenz des Systems aus Maschine und Fundament in Messrichtung mindestens 25 % über der Betriebsfrequenz (Haupterregerfrequenz) liegt; sonst ist es nachgiebig.

Spitze → RMS setzt eine Sinusschwingung voraus (RMS = Spitze × 0,707); bei Breitbandsignalen nur näherungsweise.

Zonengrenzen (mm/s RMS)

mm/s
mm/s
mm/s

Beispielwerte; prüfen Sie die aktuelle Norm. Tragen Sie bei Bedarf eigene Grenzen ein (z. B. vom Hersteller oder intern).

Messpunkte

Der am selben Punkt gemessene Wert bei gesunder Maschine und stabilem Betrieb. Bei Eingabe wird die ALARM-Orientierung berechnet.
  • 1 · Punkt 1

    Geben Sie einen Wert ein.

Skala

ABCD2,34,57,1mm/s RMS

Orientierung für ALARM / TRIP

ALARM ≈ Basiswert + 25 % der Grenze B/C
Geben Sie für ALARM einen Basiswert ein.
TRIP ≈ höchstens das 1,25-Fache der Grenze C/D
8,88 mm/s RMS

Dies sind Orientierungswerte; jede Organisation legt ihre Alarmgrenzen nach Maschinentyp und Betriebserfahrung selbst fest.

Dies ist eine Vorbewertung; sie ersetzt weder eine technische Prüfung noch eine Konformitätserklärung. Messort und -richtung, Maschinentyp (für Kolbenmaschinen, Pumpen und Windenergieanlagen gibt es eigene Normteile) und Betriebszustand verändern das Ergebnis. Die Grenzen sind Beispielwerte; prüfen Sie die aktuelle Norm.

Möchten Sie Ihre Schwingungsmessungen nicht nur anhand von Grenzwerten, sondern auch über ihren zeitlichen Trend überwachen? Beginnen wir mit Ihren vorhandenen Sensordaten.

Gespräch anfragen

01

So geht's

  1. A

    Wählen Sie Kriterium, Maschinengruppe und Fundamentart (bei der alten Norm die Maschinenklasse).

  2. B

    Geben Sie für jeden Messpunkt Wert und Einheit ein; fügen Sie bei Bedarf Punkte hinzu.

  3. C

    Lesen Sie Zonenbuchstabe, Bedeutung und Lage auf der Skala ab; passen Sie die Grenzen an, wenn Ihre abweichen.

02

Was bedeuten die Zonen?

Die ISO 20816-3 teilt die am Lagergehäuse gemessene breitbandige Schwinggeschwindigkeit (RMS) in vier Zonen ein. A: typisch für neu in Betrieb genommene Maschinen. B: normalerweise für uneingeschränkten Dauerbetrieb geeignet. C: normalerweise für den langfristigen Dauerbetrieb ungeeignet; die Maschine darf begrenzte Zeit laufen, bis sich eine passende Gelegenheit für Abhilfemaßnahmen ergibt. D: so stark, dass Schäden drohen.

Der Zonenbuchstabe ist ein Maß für die Schwingstärke, keine Fehlerdiagnose. Derselbe Wert kann bei einer Maschine ein gewohntes Niveau und bei einer anderen ein plötzlicher Sprung sein; die zeitliche Veränderung ist daher mindestens so wichtig wie die Grenzen.

03

Starres und nachgiebiges Fundament

Die Grenzen hängen vom System ab, auf dem die Maschine steht. Liegt die niedrigste Eigenfrequenz aus Maschine und Fundament in Messrichtung mindestens 25 % über der Haupterreger- (Betriebs-)Frequenz, gilt das System als starr, sonst als nachgiebig. Nachgiebige Systeme tolerieren bei gleichem Schadensrisiko höhere Schwinggeschwindigkeiten.

Kennen Sie die Fundamentklasse nicht, lässt sich die Eigenfrequenz per Anschlagtest (Hammer) oder Hoch-/Auslaufmessung bestimmen. Im Zweifel probieren Sie beide Optionen aus und sehen, in welcher Zone das Ergebnis liegt; weichen sie ab, ist die Fundamentklasse entscheidend.

04

Was deckt die ISO 20816-3 nicht ab?

Die Norm gilt für Industriemaschinen über 15 kW mit Drehzahlen zwischen 120 und 30 000 min⁻¹. Für Maschinentypen wie Kolbenmaschinen, Pumpen und Windenergieanlagen gibt es eigene Normteile (z. B. ISO 20816-6 für Kolbenmaschinen, ISO 10816-7 für Pumpen, ISO 10816-21 für Windenergieanlagen mit horizontaler Achse und Getriebe); dieses Werkzeug bewertet sie nicht.

Das Kriterium bewertet nur die breitbandige (10–1000 Hz) Geschwindigkeit am Lagergehäuse. Hochfrequente oder schmalbandige Schadensmerkmale wie Lagerschäden können im Spektrum auftauchen, bevor dieser Wert steigt; die Schwingstärke-Bewertung sollte daher zusammen mit der Spektralanalyse genutzt werden. Die alte Tabelle der ISO 10816-1:1995 ist zurückgezogen und dient nur dem Vergleich.

Häufige Fragen

Werden die eingegebenen Daten irgendwohin gesendet?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; die Werte werden weder an einen Server übertragen noch gespeichert.
Was ist der Unterschied zwischen mm/s RMS und mm/s Spitze?
Bei einer Sinusschwingung beträgt der RMS-Wert etwa das 0,707-Fache des Spitzenwerts. Die Grenzen der ISO 20816-3 sind RMS-Werte; messen Sie Spitzenwerte, rechnen Sie zuerst in RMS um. Bei realen Breitbandsignalen kann das Verhältnis vom Sinus abweichen.
In welchem Frequenzbereich muss ich messen?
Maßgeblich ist bei der ISO 20816-3 die breitbandige Schwinggeschwindigkeit (RMS) von 10 bis 1000 Hz am Lagergehäuse. Ein Messgerät, das außerhalb dieses Bereichs abschneidet, oder ein schmalbandiger Wert lässt sich nicht mit der Norm vergleichen.
Warum lassen sich die Grenzen ändern?
Hersteller, Verträge oder interne Standards können andere Grenzen festlegen, und Normausgaben können sich ändern. Die Werte im Werkzeug sind Beispiele; prüfen Sie die aktuelle Norm und tragen Sie bei Bedarf eigene Grenzen ein.
Ich bin in Zone C; muss ich die Maschine sofort abschalten?
Zone C bedeutet normalerweise ungeeignet für den langfristigen Dauerbetrieb; ein sofortiges Abschalten ist nicht zwingend. Die Ursache sollte jedoch untersucht und bei passender Gelegenheit Abhilfe geplant werden. Maschinentyp, Trend und Herstellervorgaben entscheiden.

Schwingungsüberwachung über Grenzwerte hinaus

Aus Ihren vorhandenen Schwingungs- und SCADA-Daten erzeugen wir pro Maschine Trends, Anomalieerkennung und Warnungen vor dem Ausfall. Sprechen wir im kostenlosen Erstgespräch über Ihre Anlagen.