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Fünf häufige Fehler bei Pharma-Serialisierungscodes und wie man sie an der Linie erkennt

Fehlende Trennzeichen, falsche Prüfziffern, verwechselte Datumsformate, doppelte Seriennummern und unzulässige Zeichen: die häufigsten Fehler in Pharma-DataMatrix-Codes und wie man jeden an der Linie verhindert.

2 Min. LesezeitGS1 · Serialisierung · DataMatrix · Pharma

Der Code auf einer Arzneimittelpackung ist mehr als ein Barcode: Er trägt Produktkennung, Seriennummer, Verfallsdatum und Charge in einem einzigen Symbol. Ist eines dieser vier Felder falsch, macht die Packung im Versand, in der Apotheke oder bei der Meldung Probleme – ob im securPharm-System oder im türkischen ITS. Die folgenden Fehler begegnen uns in der Praxis am häufigsten; alle lassen sich am Anfang der Linie erkennen, indem jeder gedruckte Code gelesen und Feld für Feld zerlegt wird.

1. Fehlendes Trennzeichen nach der Seriennummer

Im GS1-Code haben GTIN (01) und Verfallsdatum (17) eine feste Länge, Seriennummer (21) und Charge (10) sind variabel lang. Steht ein variables Feld nicht am Ende, muss ein Trennzeichen (FNC1, ASCII 29) folgen. Fehlt es, liest der Scanner Datum und Charge als Teil der Seriennummer. Der Code wird gedruckt und gelesen – aber falsch gelesen.

Vorbeugung: Feldreihenfolge in der Druckvorlage festlegen; die Prüfkamera sollte den gedruckten Inhalt Feld für Feld zerlegen und nicht nur „gelesen / nicht gelesen“ prüfen.

2. GTIN mit falscher Prüfziffer

Die letzte Stelle der GTIN ist eine aus den übrigen Stellen berechnete Prüfziffer. Eine von Hand in die Stammdaten eingegebene oder falsch von 13 auf 14 Stellen umgewandelte GTIN wird auf jede Packung der Linie falsch gedruckt. Da der Fehler in den Daten und nicht im Symbol entsteht, meldet die Kamera „gelesen“, obwohl der Code ungültig ist.

Vorbeugung: Die Software sollte die Prüfziffer bei der Stammdateneingabe und beim Anlegen eines Auftrags prüfen.

3. Verwechselte Datumsformate

Das Verfallsdatum folgt JJMMTT: Jahr, Monat, Tag. Ein aus Gewohnheit als TT.MM.JJ eingegebenes Datum kann im Symbol zu einem gültigen, aber falschen Datum werden. Tag „00“ bedeutet den letzten Tag des Monats; Systeme, die das nicht ausdrücklich behandeln, werden untereinander inkonsistent.

Vorbeugung: Das Datum automatisch aus dem Auftrag übernehmen statt es eintippen zu lassen; das gedruckte Datum zurücklesen und mit dem Auftrag vergleichen.

4. Doppelte Seriennummern

Dieselbe Seriennummer auf zwei Packungen entsteht meist beim Neustart einer Linie oder wenn zwei Linien denselben Nummernpool nutzen. Ein doppelter Code verursacht Probleme bei der Meldung und unterbricht die Rückverfolgbarkeit des Produkts im Markt.

Vorbeugung: Seriennummern aus einem zentralen, kollisionsfreien Generator beziehen; gedruckte und verworfene Nummern dauerhaft protokollieren und nie wiederverwenden.

5. Zeichen außerhalb des Zeichensatzes

Alphanumerische GS1-Felder nutzen einen begrenzten Zeichensatz: Umlaute und Leerzeichen gehören nicht dazu. Ein Umlaut oder Leerzeichen in der Chargennummer verstößt gegen die GS1-Regeln; je nach Scanner und System wird der Code abgewiesen oder falsch gelesen.

Vorbeugung: Das Format von Charge und Seriennummer als Regel in den Stammdaten festlegen und beim Anlegen des Auftrags prüfen.

Schnellprüfung

Den Inhalt eines Codes von der Linie können Sie mit unserem GS1-Barcode-Decoder im Browser prüfen: Er trennt die Felder, prüft Prüfziffer und Datum und kontrolliert, ob die vier Serialisierungsfelder vorhanden sind. Dauerhaft gelöst wird das Problem, wenn diese Prüfungen an der Linie selbst für jede Packung laufen.

Lassen Sie uns das für Ihr Werk besprechen